Verführung im Supermarkt

Urbia.de (we are family)

beschäftigt sich in dem Beitrag
Wenn Kinder nach Ü-Eiern, Riegeln und Kaugummi schreien

gekonnt und informativ über die Verführungen im Supermarkt auf die – auf Grund ihres Entwicklungsstandes nur impulsiv handeln könnenden – Kleinkinder und Kinder.
Abgesehen davon, dass ein zynischer Werbespot daraus entstand, macht der Beitrag deutlich, wie zynisch eigentlich der Umgang von Lebensmittelindustrie und -handel mit Kindern ist. “Kinder sind seit einigen Jahren massiv in den Fokus der Industrie geraten. Die Unternehmen haben einen neue Kundengruppe entdeckt: jung, impulsiv und so kaufwillig wie unkritisch. Es gibt inzwischen ganze Kongresse für Kindermarketing. Lebensmittel, die sich speziell an Kinder richten, gab es in den Achtzigern kaum, Ende der Neunziger standen knapp 100 solcher Produkte in den Regalen, und heute: über 300. Das hat das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung erhoben. Widerstand gegen all das regt sich erst jetzt, und das auch nur zaghaft. ” heißt es da. und weiter heißt es:

“Immer neue Studien zeigen, dass Zucker eher noch gefährlicher ist als bisher angenommen. Deutschlands Kinder werden dicker. Jedes siebte ist übergewichtig, Sechs Prozent sind sogar adipös, also gefährlich dick, sagt eine Studie des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Diese Zahlen sind seit Ende der Achtziger um rund 50 Prozent gestiegen. „Die Risikowahrnehmung der meisten Eltern ist so: Sie sind zunächst besorgt über Schadstoffe oder Chemikalien in Lebensmitteln. Eine ungesunde Lebensweise und Ernährung kommt bei den Elternsorgen erst an einer der hinteren Stellen”, erklärt Suzan Fiack, Sprecherin des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Gerade erst hat das Bundesinstitut gemeinsam mit dem Umweltbundesamt eine Studie zu „Umwelt und Kindergesundheit” herausgebracht. Viele Ergebnisse sind interessant oder sogar überraschend: Das so genannte Babywasser, das in der Drogerie verkauft wird, ist nicht unbedingt besser als Leitungswasser. Säuglinge sollten keinen Honig bekommen. Aber noch wichtiger: Deutschlands Kinder essen zu wenig Obst und Gemüse, aber zu viele Süßigkeiten, Snacks und gesüßte Getränke. An diesem Problem arbeitet die Industrie leider nach Kräften mit.

Manche Frühstücksflocken sind fast so süß wie Gummibärchen
Dabei sind die Happy Hippos und die Kinderschokolade von Ferrero, die teils immer noch mit dem Hinweis auf Milch angepriesen werden, also als scheinbar gesund, nicht das einzige Problem. Viele Lebensmittel enthalten versteckten Zucker. Eltern kommen erst einmal gar nicht darauf. Wer denkt bei „Cini Mini”, lustigen kleinen Gebäckstücken mit Zimt, daran dass sie zu 32,8 Prozent aus Zucker bestehen? Oder Cooke Crisp, Frühstücksteilchen, sogar 35,8 Prozent. Und im Bioladen nicht unbedingt alles besser. Die „Amaranth Honig-Poppies” enthalten sogar 39,3g Zucker pro 100 Gramm, umgerechnet vierzehn Stück Würfelzucker wären das in einer mittelgroßen Müslischale. Und das bei einem Lebensmittel, das doch eigentlich als Getreidemahlzeit auftritt. Es hat beinahe den Zuckergehalt eines Gummibärchens. Und übrigens ist der manchmal als gesund angepriesene Honig für die Zähne genauso schädlich wie jede andere Zuckerart. „Manchmal ist es gesünder, den Karton zu essen”, schreibt eine amerikanische Ernährungswissenschaftlerin dazu.”

Kurzum, ein Klick auf meinen Link zum Artikel lohnt

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